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es gibt absolute höhepunkte von tierbeobachtungen, die wir euch nicht vorenthalten möchten. dazu gehören gorillas, löwen und leoparden. aber auch der anblick von giraffen, elefanten, zebras und vielem mehr ausserhalb von zoogehegen stellt als solches bereits ein highlight dar. auch das nächtliche grunzen der nilpferde nur wenige meter hinter der geöffneten hecktüre, wie am lake baringo, kann sehr eindrucksvoll sein – lässt sich aber schwer in einem bild festhalten.

bei den gorillas

Stefan, Schwarzrücken, Christine (v.l.n.r)
Stefan, Schwarzrücken, Christine (v.l.n.r)

jeder, der augenrollend sagt, der ganze hype um die gorillas sei übertrieben und sowieso überteuert, verstummt, sobald er oder sie zum ersten mal, inmitten dichten dschungels, vor dem mächtig grossen zwei meter silverback steht. uns ergeht es jedenfalls so.

über wochen hin haben wir diskussionen über sinn und unsinn dieses unterfangens.
tatsächlich ist der preis für ein permit mit 600-750 us-dollars ein einschneidender posten für jedes reisebudget.
doch je mehr wir uns in die thematik einlesen und uns mit anderen reisenden darüber unterhalten, desto mehr kommen wir zum schluss, dass ein besuch der vom aussterben bedrohten berggorillas in ihrer ursprünglichen umgebung vielleicht nur einmal im leben realisiert werden kann. gleichzeitig unternehmen wir aktiv etwas zu deren schutz – insofern man den versprechen der nationalparks glauben schenken kann. jedenfalls sind die populationen stehts am steigen.
wir suchen sorgfältig aus, an welchem ort und durch welche organisation wir die grössten lebenden primaten aufsuchen wollen. so gibt es in uganda, ruanda und auch in der demokratischen republik kongo die gelegenheit dazu. der kongo fällt als reiseland aber schon sehr früh aus der auswahl und auch die struktur des gorillatrekkings im mgahinga gorilla national park in uganda kommt uns etwas handgestrickt vor.
letztendlich entscheiden wir uns für den parc national des volcanoes in ruanda. hier legte die weltweit bekannte tierforscherin dian fossey durch ihr lebenswerk den grundstein zum schutz der berggorillas. das ganze drum und dran hinterlässt einen seriösen eindruck. den erhofften discountpreis können wir uns jedoch in die luft schlagen, obwohl längst nicht alle permits an den mann gebracht werden.

Mensch oder Affe?
Mensch oder Affe?

am morgen kurz nach sonnenaufgang, die wanderschuhe fest geschnürt, geht es los mit der expedition. mit clairy und david, einem sympatischen paar aus den usa, sind wir neben unserem guide indigeous nur zu viert, um die gorilla-gruppe „susa“ aufzusuchen. für den zweieinhalbstündigen aufstieg steil hoch durch bambuswald und tropendickicht stossen dann plötzlich noch zahlreiche weitere personen hinzu. so zwei träger mit macheten aus dem dorf, um gegen ein entgeld die rucksäcke der amerikaner zu tragen. des weiteren zwei männer mit geladenen gewehren. gegen mögliche büffelattacken wird uns gesagt. vielleicht aber auch gegen mögliche schmuggler oder wilderer aus dem nahen kongo? unterwegs treffen wir auf drei weitere männer. die sogenannten tracker starten jeweils im morgengrauen, um die gorillagruppen aufzuspüren. mittels funkkontakt wird anschliessend dem guide die genaue position mitgeteilt. und mit hilfe von lautem gebrüll durch den wald 😉 treffen wir kurze zeit später auf die drei späher.
und… da sitzen sie vor uns.

wilder Sellerie
wilder Sellerie

zuerst sehen wir nur breite, schwarze schultern mit grossen hinterköpfen, umgeben von ganz viel pflanzengrün. doch dann kommt bewegung ins ganze und die gorillas setzen sich gekonnt in szene. der silverback, das oberhaupt der gruppe, macht gleich von anfang an klar, wer hier das sagen hat. ganze 71 minuten können wir mit dem clan verbringen. fasziniert schauen und hören wir zu, wie die gemeinschaft untereinander funktioniert. gorillamamas präsentieren uns ihre babys auf den schultern. lautstarkes verzerren von wildem sellerie und in der sonne sitzen sind die hauptbeschäftigungen der primaten. mit kräftigem trommeln auf die brust vernehmen wir auch die macht des urwalds.

tree-climbing-lions

Sweet Dreams
Sweet Dreams

fernab der befestigten strassen finden sich in ishasha im südlichen sektor des queen elizabeth nationalparks die berühmten löwen, die auf wilde feigenbäume klettern um auszuspannen.
der tucan erweist sich als super safarifahrzeug. tatsächlich spüren wir drei löwen hoch in den ästen eines feigenbaumes auf. kurzerhand klettern wir auf den dachträger, der sich als ideale beobachtungsplattform entpuppt. die wildkatzen dösen und lassen sich durch unsere anwesenheit nicht stören.

glückliche zufälle

dem leoparden sind wir schon lange auf der fährte. bis jetzt ohne erfolg. auf der bootstour im kazinga channel hätten wir als letztes damit gerechnet, einen jagenden leoparden auf frischer tat zu ertappen. doch das glück steht auf unserer seite, als wir vom boot aus zur mittagszeit einem leoparden beim jagen erspähen können, was extrem selten ist. blitzschnell gehts zur sache und innert sekunden reisst der angreiffer mindestens zwei ziegen, die in der herde am rande eines fischerdorfes weiden und schon wird die beute weggetragen.

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